Die erste Woche ist vergangen…

Am 12.9.2017 war nun endlich der heißersehnte Tag – Vinents erster Schultag!

Tage zuvor war er täglich aufgeregt und fragte nach jedem Aufstehen „Mama, ist heute endlich Schule?!“ und immer wieder sah ich seine Enttäuschung im Gesicht, wenn ich verneinte.

Die letzten Tage seiner Ferien waren für uns alle nervenaufreibend. Er war nun kein Kindergartenkind mehr, aber ein Schulkind war er auch noch nicht – er war weder Fisch, noch Fleisch und rebellierte vor lauter Ungeduld täglich daheim.

Doch am Abend des 11. September sagte ich ihm, dass es endlich soweit ist, wenn er morgen früh wach wird! Es ist endlich der erste Schultag! Und er schlief vor Aufregung kaum ein…

Morgens, nachdem alle wach wurden, wurde zuerst einmal der Kleinste versorgt, angezogen und zur Krippe gefahren – für ihn wäre die ganze Aufregung nur zu viel geworden, wir waren ja selber bis Oberkante Unterlippe aufgeregt wie aufgescheuchte Hühner!

Joséphine war auch aus dem Häuschen, denn sie durfte mit und zog ein ganz neues Dirndl an. Vincent – der Coolste von uns allen – zog seine Lederhose an und war die Ruhe selbst. Dana und ich hingen hinterher und machten uns ebenso fertig für den aufregenden Tag, während auch Sven absolut cool und ein wenig genervt uns Frauen zur Eile scheuchte.

An der Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Landsberg trafen wir dann auch Vincents Schulbegleiterin Nastassja, die dort schon auf uns wartete. Ein wenig entäuscht vom langatmigen und einfallslosen Kindergottesdienst, machten wir uns dann zu Fuß zur Grundschule.

Es war laut, voller Eltern und Kindern, aufregend, bunt und für mich fast schon vorhersehbar, dass Vincent genau in dem Moment den Rückzug anstrebt, in dem wir in der Aula eintrafen. Vincent bekam Angst und wich mir nicht von der Seite. Auch Nastassja konnte Vincent nicht dazu ermuntern, sich zu den anderen Kindern zu setzen, also setzten Nastassja, Joséphine und ich uns mit dazu, um Vincent beizustehen. Das klappte dann ganz gut.

Der Weg ins Klassenzimmer war dann auch noch mal sehr schwer für ihn und Vincent wollte dann auch ganz schnell wieder raus! Die Klassenlehrerin nahm es locker und war sehr geduldig und verständnisvoll, ließ ihm die Zeit, die er benötigt und er durfte mit Nastassja vor die Tür, um sich zu sammeln.

Der Tag verging wie im Flug trotz seiner ‚Startschwierigkeiten‘ und wir fuhren nach dem ganzen aufregendem Einschulungsprogramm gegen Mittag heim. Dort gab es dann erst mal die Zuckertüte und auch einige Geschenke von den Omas durften ausgepackt werden.

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Der darauf folgende Tag wurde für mich dann noch mal sehr spannend: klappt das mit dem Abholen vom Busunternehmen? Geht er in das Schulgebäude ohne große Szene? Findet er Nastassja gleich nach dem Aussteigen? Wird alles klappen??

Ich war an dem Tag wirklich aufgeregter als alle anderen und machte mir die ganze Zeit Gedanken während meines Frühdienstes. Aber es verlief alles glatt und es gab überhaupt keinen Grund zur Sorge, denn Nastassja hatte alles sehr gut im Griff! Selbst das Beruhigen per Whatsapp klappte sehr gut – sie schrieb gleich, dass alles gut ist.

Den Rest der Woche meisterte Vincent auch mit kleinen Holprigkeiten und es wurde von Tag zu Tag einfacher für ihn. Auch das Heimkommen nach der anschließenden HPT war bei uns allen positiv bemerkbar. Es war ruhiger daheim, Joséphine und Mathis hatten meine ungeteilte Aufmerksamkeit ohne Vincents Provokationen und Streitereien, die sonst an der Tagesordnung lagen. Es war auch für ihn selber merklich entspannter und das Abendessen mit ihm und seinen Geschwistern verlief das erste Mal viel ruhiger und ohne Streitigkeiten. Es war einfach toll! Selbst er bemerkte, dass es so viel schöner war.

Was mich auch sehr freut ist, dass Vincent sehr gerne mit dem Bus fährt und auch wirklich sehr gerne die HPT besucht – trotz langem Tag, denn er ist immer erst gegen 17 Uhr daheim.

Für mich als Mama ist es ein gutes Gefühl, denn ich bin meinem Bauchgefühl treu geblieben und habe für Vincent das Beste gewollt und mich für die Förderschulklasse mit Schulbegleitung und der anschließenden HPT entschieden – es war und ist gut so!

Es ist das Beste für ihn und auch irgendwie für uns als Familie, denn es scheint so, als seien wir alle mit dieser Entscheidung gelassener und glücklicher, ausgeglichener geworden. Ich bin sehr froh, dass es so Möglichkeiten für meinen Sohn gibt und kann es nur jeder anderen Familie mit besonderen Kindern wie Vincent ans Herz legen.

In diesem Sinne, einen schönen Sonntag euch allen!

Eure Steffi

 


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